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Nach langem ist es jetzt soweit...

Nachdem es jetzt doch ne Weile gedauert hat, bis ich mich mal wieder melde, tue ich das heute.

Daher muss ich euch auch jetzt mal den Grund dafür sagen, warum ich diesen Blog haben möchte, wozu er da sein soll.

Schon immer war ich ein pummeliges Kind, hatte Probleme mit meiner Figur, und vor sechs Jahren dann, da kam dann so langsam ans Licht was los ist bei mir. Resultat waren erstmal verschiedene Diagnosen, am Ende standen da ne extrem große Fettleber, Bluthochdruck, Insulinresistenz bzw. bereits anfangende Diabetes und andere Kleinigkeiten noch.

Versucht habe ich alles um abzunehmen, sechs Jahre lang, aber nachdem auch eine stationäre Kur nichts gebracht hat und ich mich davor schon einmal über Prof. Weiner im Krankenhaus Sachsenhausen informiert habe und über mögliche operative Möglichkeiten, hab ich mich dann entschieden die Sache anzugehen.

Anfang November ging also mein Antrag auf Kostenübernahme an die Krankenkasse, die DAK. Mitte Dezember folgte ein Termin beim MDK in Frankfurt der prima verlief. Denen war wohl von vorne herein klar, da kommen sie bei mir nicht dran vorbei. Es folgte dann auch Anfang Januar gleich die Kostenzusage und für den 12.2. stand der große Tag fest, Einchecken im Krankenhaus.

Im nächsten Post gibt es also meinen kleinen OP-Bericht um euch zu zeigen, wie in etwa alles abgelaufen ist. Ansosnten möchte ich diese Seiten hier nutzen, um einfach zu zeigen wie das Leben mit Magenbypass ist. Was sich ändert, wie man sich selber verändert... Es soll dazu dienen, Interessierten ein paar Informationen zu bieten, und Leuten die evtl. vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, zu zeigen, wie es ist.

 Also, habt viel Spaß beim Lesen in Zukunft!

Viele Grüße!

1 Kommentar 24.2.07 21:19, kommentieren

Hier also mein kleiner OP-Bericht!

Ja, am Montag 7.30 Uhr ging es los nach Sachsenhausen. Aufnahme ging schnell, dann erstmal Zugang legen, Blut abnehmen, Wiegen (yipieh, exakt gleiches Gewicht wie beim Erstgespräch, 138kg!) und Messen. Dann ging es doch zum Lungentest der nicht ganz optimal war wie die Schwester mir sagte, aber Bedenken gab es nicht. Und zu guter letzt weiter zur Magenspiegelung. Ich lag da erstmal auf den Tisch und vorher war die Magenspiegelung das, wo mir am meisten vor graute. Um viertel vor elf kam dann Dr. Karcz und hat die Spiegelung gemacht. Ich bin auf dem Weg aufs Zimmer wieder aufgewacht und außer das mein T-Shirt ein wenig vollbesüffelt war, ging es mir prima.

Hab dann erstmal ne Weile geschlafen nachdem mein Freund sich verabschiedet hat und gerade als ich dann langsam ans Abführen denken wollte, ging die Zimmertür auf und ich sollte von meinem bis dahin Einzelzimmer zu jemanden anderen verlegt werden. Bin zu einer Frau aufs Zimmer gekommen, die allerdings keine Bypass- oder ähnliche OP vor sich hatte.

Ja, dann ging erstmal die Abführerei los. Hatte mir Fleet mitgenommen und erstmal hat sich nicht viel getan. Daher bin ich dann auch mal für ne viertel Stunde in die SHG gedappelt, aber ich war dann doch noch recht müde von der Magenspiegelung und allem drum und dran und das Klo fing dann auch öfters an zu rufen. Ich hab mich am Ende geärgert, dass ich vergessen hatte feuchtes Klopapier mitzunehmen, mein Hintern hat gebrannt, aaaauuuuuaaaa!

Ich bin recht früh eingeschlafen und habe prima geschlafen. Um halb sieben wurde ich aus dem Bett geworfen, OP-fertig machen, Hemdchen an, Strümpfchen an und um halb acht sollte ich mein LMAA-Pillchen einwerfen. Hab davon erstmal gar nichts gemerkt bin aber irgendwann doch etwas belämmert aufgewacht auf dem Weg nach unten. Musste mich unten dann auf den OP-Tisch legen, dann wurde ich in einen nächsten Raum geschoben, ein Arzt klebte mir allerlei EKG-Pflästerchen etc. drauf und dann kam auch schon ein Narkosearzt, ein anderer als den Tag zuvor. Meinte, jetzt geht’s los und von da an weiß ich nichts mehr. Vielleicht auch gut so ;-)

Aufgewacht bin ich dann auf der Intensivstation und gleich kam eine Schwester die mir sagte, dass mein Freund sich erkundigt hatte telefonisch wie es mir geht. Ich musste erstmal zu mir kommen, Lage sondieren, alles dran, keine Schmerzen, sah ganz gut aus. Nach ner Mütze Schlaf bin ich wieder aufgewacht und konnte dann auch das erste mal mit meinem Freund telefonieren. Es piepte überall, zu allem Überfluss kam noch dazu das ich wohl während der OP meine Tage bekommen hatte, das war nicht ganz so angenehm.

Alles in allem aber war der Tag und die Nacht auf Intensiv ok. Ich hab die Schmerzpumpe eigentlich nur zwei oder dreimal vorsorgehalber gedrückt und ich war froh als ich am nächsten Morgen gesagt bekommen habe, dass es bald hoch geht auf Station, denn das Gepiepse und vor allem auch mein rechter Bettnachbar hinterm Vorhang hat mich genervt ;-)

Bevor es auf Station ging, durfte ich mich das erste mal aufsetzen und etwas waschen. Bei der Gelegenheit hab ich auch Sandra das erste Mal gesehen die im nächsten Raum genau gegenüber von mir lag. Haben dann Simultanwäsche betrieben und kamen auch so ziemlich zeitgleich auf Station. Durfte dann also von meinem Intensivbettchen in mein neues Bettchen laufen, war etwas wackelig, ging aber prima.

Auf Station, oh Wunder, das erste was ich getan habe, schlafen! Der ganze Tag war noch ziemlich verschlafen. Meine Eltern kamen kurz zu Besuch und mein Freund, ansonsten war alles gut. Donnerstags dann gab es das erste mal zu trinken, lief alles gut, bin schön rumgelaufen, hab meine Beine wieder getunt und alles ging gut. Ich glaube donnerstags hab ich auch die Drainage losbekommen und die letzte Infusion kam dran und dann war ich befreit!

Freitags ging es dann bei mir los mit ner riesen Erkältung. OP-technisch ist alles besser geworden, ich bin viel rumgelaufen, habe ein paar Leute auf Station noch kennen gelernt und das erste Mal Suppe lief auch prima. Ach ja, und natürlich nicht zu verachten, das Beste überhaupt, die erste Dusche!!!

Erkältungstechnisch gings mir erstmal jeden Tag bescheidener, aber da musste ich wohl durch und Sonntag ging es trotzdem nachhause. Da hab ich mich auch riesig gefreut, denn zuhause hat es sich dann doch wieder um einiges besser schlafen lassen. Verbringe bis heute noch viel Zeit auf der Couch, denn die Erkältung ist noch immer nicht ganz weg, vor allem der Husten, aber es wird jeden Tag besser und Freitag kamen dann auch die Klammern raus.

Die Waage zeigt seit dem Tag vor OP eine Abnahme von 9kg, was schier unglaublich ist für mich bei meiner Vorgeschichte, meinen Krankheiten und sechs Jahren voll von all möglichen Versuchen Gewicht zu verlieren. Wir werden sehen was jetzt passiert, aber jedes Kilo ist für mich ein großes „WOW“ wert und ich fühl mich prima. Kann es nicht erwarten das erste Mal wieder auf dem Tennisplatz zu stehen und zu zeigen wie jedes verlorene Kilo mir gut tut!

Alles in allem, sage ich danke an alle meine Freunde, meine Familie, das Krankenhaus Sachsenhausen, die mich immer unterstützt haben und vor allem die Ärzte die mir nun doch ein neues Leben bescheren das hoffentlich gesundheitlich wesentlich erfolgreicher wird!

Das Krankenhaus Sachsenhausen macht seine Sache wirklich prima, und neben den Ärzten haben vor allem auch das Pflegepersonal eine super Sache gemacht, alle total nett, hilfsbereit und man fühlte sich prima aufgehoben.

Ich hoffe ich habe in meinem Bericht nicht zu viel Wichtiges vergessen und hoffe dem ein oder anderen einen Einblick gewährt zu haben.

 

24.2.07 21:21, kommentieren

Mein Leben jetzt....

Ja, nun bin ich fast eine Woche raus und mir geht es gut.

Die Erkältung verabschiedet sich jeden Tag ein Stückchen mehr und ich fühl mich jeden Tag besser. Das Essen macht keine riesige Freude, da es alles noch flüssig und breiig sein muss. Aber es sind noch eineinhalb bis zwei Wochen, dann darf ich langsam anfangen "normal", sprich fest zu essen. Derzeit gibt es nur Joghurt, Apfelmus, Kartoffelbrei und Suppe. Wobei mir die Suppe schon zum Halse raushängt, hehe

Nachdem die Waage drei Tage gestanden hat, was ich nicht weiter beunruhigend fand, ging sie aber heute wieder runter, so das ich auf die 9kg Abnahme komme. Das ist wirklich für mich einfach nur genial und ich bin gespannt wie es weiter geht!

Ich werde euch berichten.... versprochen

2 Kommentare 24.2.07 21:32, kommentieren